Aufgehalten

Magister Albert hat meine Abreise nochmals aufgehalten. Er wolle mir noch etwas zeigen, meinte er am gestrigen Sonntag. Doch er ist bislang noch nicht mit der Sprache herausgerückt.

Auch konnte ich dem Bischof von Bremen schreiben, ich sei nun fertig. Und ich habe ihm den Bericht an Nantelmus beigelegt. Es wird viele Wochen dauern, bis er ihn erhält. Und ich habe Nantelmus auch schon davon unterrichtet, dass ich mich jetzt Richtung Köln aufmachen, es aber wohl erst in den ersten Sommermonaten erreichen werde. Ich werde schon noch Bleibe in den kommenden Monaten finden.

Den Brief an meinen Bruder aber habe ich Albert gegeben. Wie schon einmal habe ich ihn an die Franziskaner in Ascoli Piceno adressiert. Irgendwann in diesem Frühjahr oder eher im Sommer wird der Brief ankommen. So hoffe ich… und habe auch davon geträumt, meinen Bruder einmal zu besuchen. Auf jeden Fall will ich ihn wiedersehen!

Und ich habe ihm geraten, dass er sich aus den Fehden, die sein Herr ständig ausficht, so weit es geht heraushält. Ich bete so sehr, dass das auf eine gute Weise geht.

Meinerseits habe ich Albert, den Gelehrigen, nun auch um Hilfe gebeten: Wer, wenn nicht er, kennt den Weg, den ich nach Köln gehen muss. Und er hat mir in den kommenden Tagen eine eingehende Instruktion zugesagt. Gebe Gott, dass er Wort hält…

Ich lege die Feder nieder und begebe mich zur Ruhe. Es ist kalt, undgewöhnlich kalt.

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