Vor Minden

Ich musste auf meinem Weg von Loccum, wo ich die letzten beiden Nächte war, nach Minden heute Halt machen: Zu sumpfig ist die Gegend, zu schwer begehbar viele der von den heftigen Frühjahrseregen der letzten Tag aufgeweichten Wege.

Auch ich selbst wurde mehrfach nass, und ich hatte Mühe, mein Bündel trocken zu halten. Doch jetzt, am Abend, dieses 25. Märztages, scheint die Sonne und alles sieht so aus, als ob es morgen wunderbares Wetter geben würde. In einem kleinen Flecken, den die Leute hier Jetenburg nennen, in einer Landschaft, die mir als „Bukkigau“ vorgestellt wurde. Ihre gräfliche Familie plane hier, zwischen all den Bächen, die hier bergab fliessen, eine Art Wasserschloss zu errichten. Aber das könne noch dauern.

In Loccum, wo ich zuvor war, diesem wunderbaren, grossräumigen und fast herrschaftlichen Kloster der Zisterzienser, habe ich im Torhaus wohnen können. Und sie sagten mir, insgeheim planten sie dort, an der Grenze zur Welt ausserhalb der Klostermauern, irgendwann eine öffentliche Schule einzurichten. Also doch, dachte ich mir… Und natürlich gefällt mir der Gedanke!

P1050052-3977067541-1490508783378.jpg

Doch eines weiss ich: Morgen will ich Minden erreichen und die Weser „überschreiten“… mit dem Boot eben. Und eben dort erwarte ich auch, ein dem Heiligen Mauritius gewidmetes Kloster anzutreffen. Und eben dort will ich mich als Erstes einfinden.

Und ich hoffe auf einen sonnigen Tag!

Schreiben Sie einen Kommentar