Laetare

Unterwegs, und vor zwei Tagen aus Minden geflohen, nein hinweggegangen, kann ich nur wenige Zeilen auf das Pergament bannen:

Zeuge tief anrührender – und auch entsetzlicher – Verhältnisse wurde ich in Minden. Und erneut waren es einige Juden, die mir erbauliche Gemeinschaft und ein wenig Linderung für meine Seele verschafften, am Abend vor meiner Abreise.

Und erstmals seit langem wieder habe ich den gestrigen Sonntag „Laetare“ wandernd und weitgehend alleine verbracht. Ohne Gottesdienst, ohne Gemeinschaft, ohne Ansprache, einen hügel nach dem andern nehmend, einen Bach oder Fluss nach dem andern überquerend.

Und nur ein Glück, und eine gute Fügung des Himmels, das die vergangenen Tge ungewöhnlich warm für das Frühjahr waren. So fiel mir das Wandern leichter.

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